Der Traum ist geplatzt. Christopher Schneeweiß über den FC Karabakh.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 20. Juni 2018 (02:39)

Es hatte sich spannend angehört: Karabakh neu im Schwechater Rudolf Tonn Stadion. Der Klub hatte Großes vor, wollte in die Bundesliga und damit der Braustadt neuen Fußball-Genuss frei Haus liefern. Darüber hinaus stand eine Adaptierung des Stadions auf der Agenda, von der Karabakh und die Stadt gleichsam profitiert hätten.

Nun ist die Sache erstmals vom Tisch. Der Investor ist weg, die großen Sprünge Richtung Erste Liga gehen sich nun finanziell nicht mehr aus. Hätte Karabakh heuer den Aufstieg geschafft – zur Erinnerung: lediglich zwei Punkte haben gefehlt – wäre wohl der große Fußballtraum intakt und der Investor an Bord gewesen. Bittere Pille.

Ob nun die angedachte „Fusion“ mit Stadtligist Mauerwerk, der ebenso Geld für den Aufstieg in die Hand nehmen möchte, den ersehnten Erfolg bringt, ist fraglich. Die Mannschaft muss dann jedenfalls neu zusammengestellt werden. Wer bleibt, wer geht? Alles noch Fragen, die zu klären sind. Bis die neue Truppe dann steht und an Stabilität gewonnen hat, um vorne mitspielen zu können, wird Zeit verstreichen. Von heute auf morgen lässt sich da – selbst mithilfe der Coaching-Künste von Hans Kleer – nur schwer ein Wunderwerk vollbringen. Das Projekt „Titelangriff von Karabakh“ ist damit wohl vorerst auf Eis gelegt.