Ein Glücksfall genügt nicht. Susanne Müller über die große Unsicherheit für die Windpark-Errichter.

Von Susanne Müller. Erstellt am 08. Februar 2017 (03:50)

Bei der Mobilität ist es noch ein etwas steiniger Weg zur Abkehr von fossilen Brennstoffen. Da wird es noch eine Weile dauern, bis etwa E-Fahrzeuge in großer Masse als die bessere Alternative am Markt angesehen werden.

Bei der Stromerzeugung sieht die Sache hingegen bereits jetzt ganz anders aus. Unsere Region ist der beste Beweis dafür, dass die Windkraft nicht nur in technischer Hinsicht funktioniert, sondern auch ein positiver Wirtschaftsfaktor ist, indem sie Arbeitsplätze schafft und sichert.

Dennoch bangen die Windkraft-Betreiber alle paar Jahre um neue Einspeisetarife und werden mit ihren Projekten in neuerliche Warteschleifen geschickt. Kaum eine andere Branche muss mit derartigen Unsicherheitsfaktoren umgehen. Als Kollateralschaden müssen die betroffenen Gemeinden ihre Finanzpläne alle paar Jahre neu aufstellen.

Jetzt tritt für drei Windpark-Projekte in der Region vielleicht ein Glücksfall ein, das grundsätzliche Problem ist damit aber nicht gelöst. Dafür bedarf es endlich eines dauerhaft reparierten Ökostrom-Gesetzes.