Fahrlässig und unverständlich. Susanne Müller über die Feuerwehr-Entscheidung in Au.

Von Susanne Müller. Erstellt am 20. Dezember 2017 (03:05)

Die kleine Gemeinde Au ist um eine skurrile Geschichte reicher. Die Feuerwehr blitzte bei der Gemeindeführung von Ortschef Herbert Mihaly (Zukunftsbündnis Mihaly) mit ihrem Anliegen ab, eine neue Tragkraftspritze anzuschaffen. Dabei hatte der Bürgermeister das Thema sogar selbst per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung gebracht. Bei der Abstimmung enthielt er sich dann ebenso wie alle seine Fraktionskollegen der Stimme. Der Antrag war damit abgelehnt. Eine Erklärung blieben Mihaly und seine Mitstreiter wie so oft schuldig.

Um die finanzielle Belastung kann es bei einem Betrag von 14.000 Euro, von dem noch 3.000 Euro das Land übernimmt, wohl kaum gegangen sein. Angesichts der Tatsache, dass die Pumpe 30 Jahre am Buckel hatte, war außerdem absehbar, dass irgendwann eine Neue notwendig werden würde. Es liegt nicht nur in der Verantwortung, sondern auch im ureigensten Interesse der Gemeinde, dass die Feuerwehr einsatzbereit ist. Eine Gemeinde, die ihre Feuerwehr derart abblitzen lässt, handelt auch fahrlässig ihren Bewohnern gegenüber.