Hauptsache, er wird benützbar. Über den langen Leidensweg des Brucker Stadtgrabens.

Von Susanne Müller. Erstellt am 09. Oktober 2019 (05:00)

Der Stadtgraben ist eines der vielen nicht so erfreulichen Beispiele, wenn es darum geht, wie schnell die Stadt bei der Umsetzung ihrer Vorhaben ist. 2011 wurden die letzten beiden Parzellen des Grabens mit dem Ziel gekauft, den Graben öffentlich nutzbar zu machen. Das ursprüngliche Projekt dafür erlag letztendlich dem politischen Hick-Hack über die Kosten. Jetzt soll der Graben zumindest begehbar gemacht werden.

Keine Frage, das Vorzeigeprojekt aus 2014 hätte der Stadt eine besondere Note verliehen und sie in dieser Hinsicht vielleicht sogar mit Vorbildern wie Freistadt in Oberösterreich vergleichbar gemacht, wo aus dem Stadtgraben eine wahre Oase in der Stadt gemacht wurde.

Doch für die Bevölkerung zählt in erster Linie, dass der Graben nun endlich nutzbar gemacht wird. Und wer schon einmal dort war, der weiß, dass der historische Graben samt Stadtmauer auch ganz ohne viel Schnörksel eine herrliche Naherholungszone mitten in der Stadt abgibt.