Jetzt ist ein neuer Tiefpunkt erreicht. Susanne Müller über die Negativ-Entwicklung beim Brucker Kulturpreis.

Von Susanne Müller. Erstellt am 25. Januar 2017 (03:09)

Der Brucker Kulturpreis hat schon bessere Zeiten erlebt. Die sind mittlerweile allerdings lange vorbei. Seit vielen Jahren gleicht die jährliche Ausschreibung vielmehr einer Leidensgeschichte als dem prestigeträchtigen Preis, als der er ursprünglich gedacht war.

Nach einem wiederholten Hin und Her bei den Ausschreibungskriterien war man letztendlich wieder dabei angelangt, den Aktiven in der Brucker Kulturszene mit dem Kulturpreis eine Belohnung für ihr Engagement zu bieten. Ein durchaus legitimer Zugang, wenngleich er freilich nicht dazu anregt, neues kreatives Potenzial freizusetzen.

Debatten darüber haben sich mittlerweile angesichts der niedrigen Zinsen aber ohnehin erübrigt. Der Fonds, aus dem der Preis dotiert wird, wirft heuer erstmals nicht einmal so viel ab, dass davon drei Preisträger gekürt werden können.

Eine Anerkennung für die Kulturschaffenden ohne monetäre Dotierung ist natürlich eine mögliche Alternative. Vielleicht ist es nun aber auch endgültig an der Zeit, den Brucker Kulturpreis grundsätzlich zu überdenken und ihn entweder auf neue Beine zu stellen oder ihn endgültig sterben zu lassen.