Keine Spur von Besinnlichkeit. Über die turbulente Polit-Vorweihnachtszeit in Enzersdorf.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 24. Dezember 2019 (05:00)

Es war eine politische Bombe, die in der Vorwoche in Enzersdorf einschlug. Allerdings ist damit weniger das grundsätzliche Antreten des ehemalige SPÖ-Fraktionssprechers Milos Matijevic mit seiner Liste „Gemeinsam für Enzersdorf und Margarethen“ gemeint.

Vielmehr war es ein Kandidat auf dessen Liste: Roland Floh. Der amtierende Obmann des bis dato politisch aktiven Vereins „Pro Margarethen“ sollte die Stimmen aus der Katastralgemeinde sichern. Doch daraus wurde nichts. Anstatt Zuspruch erntete Floh derart viel Kritik, dass er es schon zwei Tage später einen Rückzieher machte.

Keine Frage, von außen wirkte es durchaus befremdlich, dass ein Befürworter der Gemeindetrennung wie Floh mit dem Enzersdorfer Ex-SPÖler Matijevic ins Boot stieg. Und dennoch: Reaktionen wie sie Flohs Kandidatur nach sich zogen, sind alarmierend. So wird ein öffentliches politisches Amt nicht attraktiver. Und von einer besinnlichen Zeit kann sowieso keine Rede sein.