Klartext reden wäre hilfreich

Susanne Müller über die umstrittene Schutzzone am Brucker Hauptplatz.

Erstellt am 05. April 2018 | 02:46
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Die Schutzzone, die seit Mittwoch für den Brucker Hauptplatz gilt, lässt in der Stadtpolitik die Wogen hochgehen. Die Opposition schäumt. Zum einen, weil sie vorab nicht über die Maßnahme informiert wurde. Zum anderen, weil sie dem harten Schritt auch inhaltlich kritisch gegenübersteht.

Einig sind sich wohl alle, dass die Zustände beim Schulpark überaus unangenehme Ausmaße angenommen haben. Sowohl die Lärmbelästigung als auch der Müll, der dort tagtäglich hinterlassen wird, sorgen für Unmut. Wirklich gefährlich sind die „Rallye fahrer“, die am Hauptplatz ihre Runden drehen. Die Bevölkerung freut sich nun natürlich, dass endlich etwas unternommen wird.

Ob gegen all das eine Schutzzone das richtige Mittel ist, darf allerdings bezweifelt werden. Welche anderen Vorfälle es konkret gegeben hat, das wird aber nur sehr vage beantwortet. Sollte der Schulpark tatsächlich als Drogenumschlagplatz genutzt werden, dann ist eine solche Maßnahme freilich sehr wohl angebracht. Dann wäre es aber auch gut, das explizit anzusprechen.