Kleine Stadt als großes Beispiel. Susanne Müller über den langen Atem der Helfer in Bruck.

Von Susanne Müller. Erstellt am 06. Dezember 2017 (02:05)

Das Jahr 2015 mit seiner großen Fluchtbewegung scheint schon lange her zu sein. Die überschwängliche Euphorie, die damals überall zu spüren war, ist vielerorts ins Gegenteil gekippt. Von flächendeckender Hilfsbereitschaft ist beim besten Willen nichts mehr zu bemerken. Jene, die bis heute bei der Stange geblieben sind, um geflüchteten Menschen zu helfen, sind rar geworden.

In Bruck allerdings ist eine Gruppe von Helfern nach wie vor unermüdlich im Einsatz, um entwurzelten Menschen wieder ein wenig Halt zu geben. Sie unterstützen bei alltäglichen Dingen, organisieren Deutschkurse und helfen dabei, den Weg durch den Dschungel der Bürokratie zu finden. Und das ohne von der Mehrheit der Bevölkerung überhaupt bemerkt zu werden.

Wenn nun das kleine Bruck eingeladen wird, um in Brüssel zu präsentieren, wie es mit der Situation umgegangen ist, dann ist das etwas, auf das die Stadt durchaus stolz sein kann. Beherzte Helfer und Politiker mit Augenmaß haben hier gezeigt, dass auch schwierige Situationen gemeistert werden können, wenn der Wille dazu da ist.