Alle an einen Tisch holen

über die regelmäßigen Bachabkehren an der Leitha.

Erstellt am 29. September 2021 | 05:20

Am Montag wird bei Seibersdorf wieder ein Hebel umgelegt und das Wasser, das normalerweise in den Leitha-Werkskanal fließt mit einem Schlag in die Neue Leitha umgeleitet. Die Bachabkehr wird regelmäßig ein- bis zweimal pro Jahr durchgeführt, um den Kraftwerken an der Leitha die Möglichkeit zu geben, Instandhaltungsarbeiten durchzuführen. Rein rechtlich ist das alles in Ordnung.

Dass jede Bachabkehr ein schwerer Schlag für das Ökosystem des Flusses ist, ist die Kehrseite der Medaille. Zahllose Fische und tonnenweise Kleintiere gehen dabei jedes Mal zugrunde. Die Fischer weisen darauf mit Nachdruck hin und haben sich mit der Universität für Bodenkultur auch wissenschaftliche Rückendeckung geholt.

Tatsächlich ist es höchst an der Zeit, dass dazu alle Beteiligten an einen Tisch geholt werden und versucht wird, die Bachabkehren auf das absolut notwendigste Maß zu reduzieren. Nicht, weil es so vorgeschrieben ist, sondern, weil es sinnvoll ist.