Bevölkerung würde helfen. Über den Einsatz von „Unser Bruck hilft“ auf Lesbos.

Von Susanne Müller. Erstellt am 28. Oktober 2020 (03:34)

Helga Longin, Obmann-Stellvertreterin von „Unser Bruck hilft“, fliegt am Freitag wieder nach Lesbos, um im Flüchtlingslager Kara Tepe zu helfen. Doch sie ist nicht die einzige, die bereit ist zu helfen. Rund 21.000 Euro wurden in den letzten Wochen auf das „Unser Bruck hilft“-Konto mit dem Verwendungszweck Lesbos eingezahlt. Das ist für einen kleinen Verein in einer kleinen Stadt ein durchaus großer Betrag. Es ist also keineswegs so, dass das Schicksal der Menschen auf der weit entfernten griechischen Insel allen egal ist. Auch nicht in Zeiten von Corona und auch nicht in Zeiten einer Wirtschaftskrise, die viele dazu zwingt, ihre Ausgaben genauer zu kalkulieren als früher.

Bruck hat schon 2015 gezeigt, dass es vorbildlich damit umgehen kann, eine überschaubare Zahl von Asylsuchenden aufzunehmen. Die Stadt würde wie viele andere Gemeinden wohl wieder genau so handeln, wenn damit dem Leid der Menschen auf Lesbos ein Ende gesetzt werden könnte.