Bruck zeigt vor, wie es geht. Susanne Müller über den Umgang mit der Synagoge im Herzen von Bruck.

Von Susanne Müller. Erstellt am 07. November 2018 (02:54)

Den ersten entscheidenden Schritt hat die Stadtführung im Jahr 2014 gemacht. Damals hat sie die Synagoge, die, wie man mittlerweile weiß, von kulturhistorisch außergewöhnlichem Wert ist, angekauft. Zu verdanken ist dies dem visionären Geist des damaligen Bürgermeisters Richard Hemmer, der mit der Öffnung des Rathaus-Hofs gleich auch den zweiten Schritt setzte. Die Synagoge wurde damit Teil des nunmehr runderneuerten Rathauses. Sie kann von außen besichtigt werden. Auf einer Tafel wird die Geschichte des mittelalterlichen Bauwerks und der jüdischen Gemeinde in Bruck geschildert.

Jetzt setzt die Stadt den nächsten entscheidenden Schritt. Sie trifft Vorbereitungen für die Sicherung, Sanierung und Nutzung des an sich sehr gut erhaltenen Bethauses.

Beispiele von anderen Gemeinden, die sich um das Schicksal ehemaliger Synagogen kein bisschen gekümmert haben, gibt es ja leider zur Genüge. Bruck ist auf dem besten Weg, zu einer Vorzeige-Gemeinde zu werden, wie man mit dem eigenen historischen Erbe wertschätzend umgeht.