Brucker Fuzo und das „tote Pferd“. Gerald Burggraf über den Umzug der Buchhandlung Riegler in die Wienergasse.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 03. Januar 2019 (05:18)

Um die Brucker Kirchengasse ist es seit Jahren mehr schlecht als recht bestellt. Zu viele Kundenfrequenz-Bringer haben die Fußgängerzone in den vergangenen Jahren schon verlassen. Der letzte herbe Verlust war der Umzug der Hartlauer-Filiale in den Eco-Plus-Shoppingpark am Ortsrand.

Mit Mitte Jänner steht der Kirchengasse der nächste Exodus bevor. Buchhändler Alois Riegler kehrt ihr als einer der letzten Fuzo-Mohikaner den Rücken. Er verlagert sein Geschäft aus „wirtschaftlichen Gründen“, wie er selbst offen zugibt, in die Wiener Gasse. Dort bezieht er das ehemalige Win-Win-Lokal. Mit der „Flucht“ Rieglers zieht auch einer der verbliebenen Frequenz-Bringer ab.

Neos-Gründer Matthias Strolz sorgte einmal im Nationalrat mit dem Sager „Tote Pferde reitet man nicht“ für Lacher. Doch im Fall der Fuzo wird das Strolz‘sche „tote Pferd“ mehr und mehr zur Realität. Die Fuzo siecht nur noch vor sich hin. Das ist schade und ein Imageproblem für die Stadt.