Da helfen nur rigorose Strafen. Über die Müllberge entlang der Autobahnen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 23. September 2020 (03:45)

Es sind „nur“ zwei Autobahn-Abschnitte, für die die Brucker Autobahnmeisterei zuständig ist. Jener auf der Ostautobahn A4, und jener der Spange Kittsee, also der A6. In Summe sammelten deren Mitarbeiter dort aber allein im vergangenen Jahr 360 Tonnen Müll ein. Gut 240 Tonnen waren es heuer schon. Große Mengen des Unrats sind leere Plastikflaschen, aber auch Dosen und zum Teil auch ganze Berge an Hausmüll.

Dabei ist es unverständlich, warum man eine Plastikflasche nicht wenigstens bis zum nächsten Mistkübel mitnehmen kann. Die Maßnahmen, die Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) dagegen nun geplant hat, sind daher ganz offensichtlich notwendig. Vielleicht motiviert ein Pfandsystem ja die Menschen dazu, leere Plastikflaschen zurückzubringen, anstatt sie einfach beim Autofenster hinauszuwerfen.

Für jeden Autofahrer, der sich seines Mülls dennoch auf diese Art entledigt, kann es offenbar nur ein wirksames Mittel geben, nämlich rigorose Strafen.