Des einen Freud, des anderen Leid. Über Nachteile und Chancen des Lockdowns.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 04. November 2020 (01:45)

Der Lockdown schickt Mannschaften in die Pause, die gerade einen spielerischen und tabellarischen Höhepunkt erleben. Der ASK/BSC Bruck zum Beispiel: Platz zwei in der Ostliga, zuhause unbesiegt und Torfabrik der Liga. Auch wenn sich Coach Mario Santner darüber freut, mit positiven Gefühlen in die Pause zu gehen: Für den Spielrhythmus kann diese Unterbrechung giftig sein. Das Positive zu konservieren und in die nächste Spielzeit mitzunehmen, wird die große Herausforderung sein. Eine Anleitung könnte man sich hierzu in Hundsheim holen. Der Meister der Herzen in der abgebrochenen Corona-Saison hat sich auch im Herbst in Bestform gezeigt.

Der frühzeitige Meisterschafts-Stopp kommt einigen Klubs aber sicher auch gelegen. Der ASK Mannersdorf kann nach dem schmerzhaften und sieglosen Herbst seine Wunden lecken. Es besteht genügend Zeit zur Fehleranalyse und – sobald es für die Klubs Planungssicherheit gibt – genügend Zeit, um neue Spieler zu verpflichten.

Was bei letzterem Punkt allerdings ein Hemmschuh sein wird: Neue Spieler zu testen wird schwierig oder gar unmöglich sein. Und Legionäre zu holen kann auch ein Schuss ins eigene Knie sein, wenn diese dann aufgrund von Einreiseverboten daheim bleiben müssen.