Ein Netzroller mit Ansage. Über den Finanz-Deal beim neuen Brucker Tennisplatz.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 10. März 2021 (03:45)

Ein Verein bekommt von der Gemeinde eine komplett neue Spielstätte samt Kantine und muss dafür die nächsten 30 Jahre nichts zahlen. Klingt nach dem perfekten Deal. Für den „Union Tennisclub Bruck“ wird er nun sogar Realität.

Denn die Stadt Bruck zahlt den Filzball-Liebhabern mit 104.400 Euro exakt jene Summe als Baurechtsablöse, wie sie in den nächsten drei Jahrzehnten als Miete verlangen wird. Dass die Gemeinde überhaupt eine Miete verlangt, hat damit zu tun, dass man ansonsten bei der Tennisplatz-Neuerrichtung nicht vorsteuerabzugsberechtigt wäre. Dadurch erspart man sich bei 1,2 Millionen Euro an Baukosten rund 200.000 Euro.

Und dennoch: Mit dem Deal schenkt die Gemeinde dem Tennisverein quasi eine Spielstätte, für die er bisher selbst aufkommen musste. Das ist schon ein enormes Entgegenkommen und wird andere Vereine zum Grübeln bringen. Ob der Netzroller mit Ansage dann auf der verständnisvollen Seite herabfällt, wird sich erst weisen.