Einmal Nachsicht walten lassen. Über den Brucker Schlagabtausch über den „Volltrottel“-Post.

Von Susanne Müller. Erstellt am 04. November 2020 (03:45)

Der Brucker Stadtkeller-Wirt und SP-Gemeinderat Patrick Dreiszker hat auf Facebook in der Hitze des Gefechts den Bundeskanzler als „Volltrottel“ bezeichnet. Die feine englische Art ist das freilich nicht. Das dürfte Dreiszker aber mittlerweile ohnehin auch selbst eingesehen haben. Er hat den Post entfernt und auch zugegeben, dass er sich bei dieser Wortwahl kräftig im Ton vergriffen hat.

Damit sollte die Sache auch für die ÖVP erledigt sein. Die Aufforderung zum Rücktritt war wohl ohnehin etwas dick aufgetragen. Da haben andere schon Heftigeres geliefert und sind deswegen noch lange nicht zurückgetreten. Außerdem muss man schon zugeben, dass die Zeiten gerade für die Gastronomie besonders schwierig sind. Beschimpfungen von Regierungsmitgliedern sind freilich dafür keine Lösung und sollen auch nicht entschuldigt werden. Wenn es um die eigene Existenz – und die mehrerer Mitarbeiter – geht, ist man aber vielleicht geneigt, sich die Wortwahl nicht immer ganz genau zu überlegen.