Entscheidung trifft die Politik

Über die ungeklärte Zukunft des Freibades Au.

Erstellt am 26. August 2020 | 03:45
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Das Freibad in Au wird heuer, wie die NÖN bereits berichtete, nicht mehr aufsperren. Die Hygienestandards und die Technik sind aus dem Jahr 1969 und sind damit alles andere als zeitgemäß. Gerade im Hinblick auf die erhöhte Hygienesensibilität durch die Coronapandemie. Die Entscheidung der Gemeindeführung war daher völlig richtig.

Der weitere Fahrplan ist allerdings weniger klar. Die Sanierung des Freibades könnte rund 300.000 Euro kosten. Eine Menge Geld für eine kleine Gemeinde wie Au. Zusätzlich ist ein jährliches Betriebsdefizit von 30.000 Euro zu stemmen. Eine Idee ist es nun, die Bevölkerung über die Zukunft des Bades abstimmen zu lassen.

Eine faire Herangehensweise. Und dennoch: Die finale Entscheidung muss letztlich die Gemeindepolitik treffen, dafür ist sie schließlich auch gewählt. Eine Bürgerbefragung kann nur ein Stimmungsbild liefern. Ob das Bad eine Zukunft hat, hat der Gemeinderat vor dem Hintergrund von Kosten und Nutzen abzuwägen.