Ersatz sollte gut durchdacht sein

Erstellt am 09. September 2020 | 05:00
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Über ein etwas voreiliges Wahlversprechen in Bruck.

Der Gratiskindergarten war ein zugkräftiges Wahlversprechen der Brucker SPÖ im Gemeinderatswahlkampf Anfang des Jahres. Und es war aller Wahrscheinlichkeit nach auch gut gemeint. Dass es nicht einfach umzusetzen sein würde, war leider schon vor der Wahl klar, auch wenn das die SPÖ nicht wahrhaben wollte. Die Linie des Landes ist hierzu recht eindeutig. Salopp ausgedrückt: Wer Geld zu verschenken hat, braucht sich für andere Projekte nicht um Bedarfszuweisungen anstellen.

Coronabedingte Erlässe dürften die Sache nun noch zusätzlich erschwert haben.

Unterm Strich muss sich die SPÖ den Vorwurf gefallen lassen, dass das Vorhaben schlecht vorbereitet war. Die Familienförderung, die nun anstelle des Gratiskindergartens treten soll, sollte also besser ein guter Ersatz werden. Denn die Eltern der Kindergarten-Kinder werden mit Argusaugen beobachten, was für sie nun anstelle des Wahlversprechens übrigbleibt.