Heikles Thema wird verschärft. Über die Problematik der Drängerei in den Schulbussen.

Von Susanne Müller. Erstellt am 07. Oktober 2020 (03:34)

Tagsüber ist es keine Seltenheit, dass man einen fast leeren Bus im Bezirk fahren sieht. In den Morgenstunden, wenn die Schüler quer durch den Bezirk zur Schule müssen, sieht die Sache allerdings anders aus. Da drängen sich die Schüler oft wie die sprichwörtlichen Ölsardinen in die Schulbusse. Das ist nicht nur jetzt so. Und es ist auch kein neues Problem. Das war auch schon vor 20 Jahren so.

Jetzt, in Zeiten der Coronapandemie, bekommt die Sache allerdings eine neue Brisanz. Abseits der ohnehin immer vorhandenen Gefahr für die Sicherheit der Kinder im Fall eines Verkehrsunfalls birgt das Gedränge nun auch noch das erhöhte Ansteckungsrisiko.

Erfreulich ist daher, dass der Verkehrsverbund mit einem zusätzlichen Bus reagiert. Noch erfreulicher wäre natürlich, wenn die Platzsituation in den Schulbussen grundsätzlich unter die Lupe genommen würde. Die Alternative, dass noch mehr Kinder täglich mit dem Auto zur Schule gebracht werden, kann wohl niemand wollen.