Im gesegneten Fußball-Land. Über einen Sonderweg.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 14. Oktober 2020 (01:34)

Die Mannersdorfer haben am Montag verkündet, ihr „Geisterspiel“ am Samstag gegen Ortmann ausfallen zu lassen.

Logischerweise wird das in nächster Zeit gang und gäbe sein. Ohne Zuschauer fahren die Klubs ein fettes Minus ein. Abwarten und Tee trinken kommt billiger. Auch wenn es ein zermürbendes Gefühl ist, König Fußball dadurch auf Eis zu legen. Und mitunter die Spielbarkeit der Meisterschaft zu gefährden.

Zwei Vereine können sich da noch elegant aus der Schlinge ziehen: ASK/BSC Bruck und SC Edelstal. Beide Klubs haben ihren Sportplatz auf burgenländischem Boden. Und dort gibt es trotz orangener Corona-Ampel keinen Geisterspiele-Zwang.

Vor allem den Bruckern wird das mehr als Recht sein. So stark wie jetzt war der ASK/BSC schon lange nicht mehr. Und man merkt auch auf der Parkstadion-Tribüne, dass dies langsam aber sicher auch die Zuschauer zu schätzen wissen. Gerade jetzt wäre es eine Katastrophe, Spiele aufgrund des Zuschauerverbots verschieben zu müssen.

Ein positiver Nebeneffekt ist in jedem Fall zu erwarten: Je weniger Partien durchgeführt werden, desto mehr Zuschauer werden sich bei den verbleibenden Spielen einfinden. Bruck könnte also doppelt profitieren.