Jetzt wird die Luft dünner

über den Misstrauensantrag gegen Ortschef Herbert Mihaly in Au.

Erstellt am 23. Juni 2021 | 05:52

Über Jahrzehnte war Au absolut von der ÖVP regiert. Bis nach der Gemeinderatswahl im Jahr 2010 Herbert Mihaly seinen damaligen Parteikollegen, den früheren ÖVP-Bürgermeister Josef Jandrinitsch mit den Stimmen einiger ÖVPler entthronte. Ab dem Zeitpunkt zog sich ein dicker Graben durch den Ort.

2015 besiegelte Mihaly mit dem zwischenzeitlich gegründeten Zukunftsbündnis Mihaly (ZuM) den Machtwechsel mit einer absoluten Mehrheit, die 2020 im Wesentlichen bestätigt wurde. Umstritten bleibt Mihaly dennoch.

Bei vielen Themen mangelt es schlicht an Kommunikation. Offenbar wirkt sich dies nun auch auf die eigene Fraktion aus, die bisher bombenfest hinter ihm stand. Erste Gegenstimmen aus den eigenen Reihen bei umstrittenen Beschlüssen machten den Anfang.

Nun unterstützten auch zwei ZuM-Funktionäre den Misstrauensantrag gegen Mihaly. Wenn der Ortschef seinen Umgang mit der Außenwelt nicht rasch verbessert, könnte es endgültig eng für ihn werden.