Klare Regeln definieren. Über die Volksbefragung zur Baxa-Erweiterung in Mannersdorf.

Von Susanne Müller. Erstellt am 02. September 2020 (03:45)

Das Leben in der Nähe von Steinbrüchen ist für die Mannersdorfer nichts Ungewöhnliches. Schließlich befinden sich im Stadtgebiet gleich zwei Steinbrüche. In der Baxa-Anlage, die von der Firma Gebrüder Haider betrieben wird, wird der Dolomit schon in zwei oder drei Jahren zur Gänze abgebaut sein. Die Steinbruch-Betreiber möchten daher das Abbau-Areal erweitern. Den Schlüssel dazu hat die Stadt in der Hand, denn die Erweiterungsfläche befindet sich auf Gemeindegrund.

Bei der SP-VP-Koalition sieht man im Abbruchzins von 1,3 Millionen Euro einen Vorteil, der alle Nachteile, wie die Lärm- und Staubbelästigung aufwiegt. Ob das die Bevölkerung auch so sieht, wird sich bei der nun angekündigten Volksbefragung weisen. Dafür täte die Gemeindeführung gut daran, vorab Rahmenbedingungen zu definieren. Bei einer geringen Beteiligung entscheidet sonst nämlich die Gemeinde doch für die Mehrheit der Bevölkerung und die Befragung verkommt zur Alibiaktion.