Live-Partien zur Überbrückung. Über den ASC Götzendorf.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 21. Oktober 2020 (01:45)

Die Götzendorfer mussten sich dieser Tage einige Unkenrufe gefallen lassen. Bei Obmann Thomas Siegl lief das Handy heiß. Warum: Die Oranjezz planen, Geisterspiele durchzuführen. Und das schmeckt der Konkurrenz in der 1. Klasse Ost nicht. Wenn die Götzendorfer alle Partien durchboxen, könnten sie am Ende mit einer klaren Halbzeitführung in die Winterpause gehen. Und wären wohl auch der Topfavorit auf den Titel im Frühjahr.

Dabei versucht der Klub nur eines: Seine Ausgaben einigermaßen im Rahmen zu halten. Die Idee, Spiele live im Internet zu übertragen und dabei Sponsoren eine Plattform zu geben, ist 1A. Mit dem Zuschuss des Landes einerseits und den Werbeeinnahmen aus den Übertragungen andererseits können die Götzendorfer über die Runden kommen.

Der Verein beweist damit erneut eine Vorreiterrolle. Schon mitten in der Coronakrise im April ließen die Oranjezz mit einem Spendenaufruf aufhorchen. Und konnten damit ihre Fangemeinde mobilisieren und in einer fußballtoten Zeit Einnahmen lukrieren. Andere Klubs, wie etwa Schwadorf, sprangen damals auf diesen Zug auf.

Jetzt könnte es wieder so sein, dass andere Klubs diese Idee aufgreifen. Richtig aufwendig ist dies ja in Zeiten von Facebook und Co. nicht mehr.