ÖVP braucht ruhige Gewässer

über die Vorstandswahl in der Brucker Volkspartei.

Gerald Burggraf
Gerald Burggraf Erstellt am 25. August 2021 | 05:50

Lange Jahre war die ÖVP vornehmlich mit sich selbst beschäftigt. Als Angriffsfläche diente dabei der frühere Obmann Alexander Petznek. Nach der Wahlniederlage im Vorjahr – die Volkspartei sackte von elf auf acht Mandate ab – zog er sich aus der Politik zurück.

Seit der Vorwoche steht Tina Heissenberger an der ÖVP-Spitze, das Ergebnis mit 43 von 44 Stimmen spricht eine klare Sprache. Doch Heissenberger ist bewusst, dass die Grabenkämpfe Narben hinterlassen haben – sie mündeten gar in der Gründung der LBW um die Ex-ÖVP-Leute Felix Böhm, Franz Wenzel oder Sigi Steurer-Thimm. Zwei Verlustmandate der ÖVP gehen auf ihre Kappe.

Nun gilt es die Stadtpartei in ruhigen Gewässern zu halten. Der Spagat zwischen Oppositionsarbeit und konstruktivem Partner für die absolut regierende SPÖ ist schwer – aber nicht unmöglich. An Heissenberger und ihrem Team wird es nun liegen, die Vergangenheit vergessen zu machen und die ÖVP neu zu positionieren.