Rechnung geht doch nicht auf

über die Situation der SPÖ Wolfsthal.

Susanne Müller
Susanne Müller Erstellt am 04. August 2021 | 05:56

Eigentlich wollte die SPÖ Wolfsthal ja schon bei der letzten Gemeinderatswahl gar nicht antreten. Mit Hilfe der Bezirkspartei-Organisation wurde dann doch noch eine Liste präsentiert, was für einen ordentlichen Krach innerhalb der Ortspartei sorgte – der gesamte Vorstand trat damals zurück.

Aber zumindest stand die SPÖ zur Wahl. Kurzfristig ist die Rechnung einigermaßen aufgegangen. Die Sozialdemokraten schafften bei der Gemeinderatswahl immerhin drei Mandate. Freilich besser als keines, im Vergleich zu der Mehrheit von acht Mandaten, die sie noch im Jahr 2000 hatte, allerdings eine weitere Fortsetzung der Verlustserie.

Dauerhaft geht die Rechnung aber nicht auf. Wenn ein frei gewordenes Mandat von keinem der Kandidaten auf der Liste angenommen wird, war es mit dem Commitment wohl nicht weit her. Wenn die SPÖ den Abwärtstrend bei den Wahlen aufhalten will, braucht es aber Persönlichkeiten mit echter Bereitschaft, Zeit und Herzblut zu investieren.