Service auf Kosten aller. Über das Aus des Postpartners in Petronell-Carnuntum.

Von Susanne Müller. Erstellt am 16. September 2020 (03:45)

Es ist kein Einzelfall: In Petronell-Carnuntum sperrt wieder einmal ein Postpartner zu. Dieses Mal verliert der Ort damit aber auch gleich seine Tankstelle und den dazugehörigen Shop. Die Gemeinde ist einmal mehr darum bemüht, den Service doch noch im Ort zu halten und wäre sogar bereit, für den Postpartner eine Teilzeitkraft zu finanzieren. Mehr kann eine Gemeinde tatsächlich nicht tun, um ihrer Bevölkerung die Post-Infrastruktur zu erhalten.

Und wahrscheinlich ist dies auch der einzige Weg, wie die Postpartner-Stelle auf Dauer gesichert werden kann. Denn Berichte wie jene der jetzigen Betreiber hört man oft: Die Menschen holen sich zwar ihr Paket vom Postpartner ab, einkaufen gehen sie dann aber doch lieber beim Diskonter. Man kann ihnen dafür keinen Vorwurf machen. Klar ist allerdings, dass die wenigsten bereit sind, für den Erhalt einer Serviceleistung selbst einen Beitrag zu leisten. Will sie das Angebot erhalten, muss die Gemeinde das auf Kosten der Allgemeinheit tun.