Verein war ein wichtiger Anker. Susanne Müller über die ungewisse Zukunft der Haydnregion.

Von Susanne Müller. Erstellt am 17. Oktober 2018 (02:54)

Es war eines der größten kulturellen Vorhaben, das die Region in der Verbindung zu einem ihrer berühmtesten Söhne einen sollte: Die Haydnregion hätte von Hainburg bis Schwechat touristisch und identitätsstiftend wirken sollen.

Nun, nicht einmal eineinhalb Jahre nachdem sie mit großem Aufsehen aus der Taufe gehoben wurde, steht der Verein vor dem Aus. Der künstlerische Leiter, den man zu Beginn voller Stolz präsentierte, hat sein Amt zurückgelegt. Die Auffassungsunterschiede über die Programmgestaltung und die Zukunft des Projekts müssen also beträchtlich gewesen sein. Diejenigen, die sich mit viel Herzblut um die Aufbauarbeit gekümmert haben, werfen desillusioniert das Handtuch.

Vonseiten der Kulturabteilung des Landes versucht man nun zu beschwichtigen. Das Projekt werde weitergeführt.

Für die Region wäre es freilich wünschenswert, wenn das Land einen Weg findet, die Initiative auf neue Beine zu stellen. Ohne den Verein fehlt allerdings die Verankerung in der Region, die gerade für dieses Projekt wichtig gewesen wäre.