Verlust für die Kulturlandschaft. Über das Ableben von Theatermacher Piero Bordin.

Von Susanne Müller. Erstellt am 17. März 2021 (03:45)

Die vergangenen 30 Jahre hat Piero Bordin dafür gesorgt, dass Kulturschaffende den Weg nach Petronell-Carnuntum auf sich genommen haben, die den Namen dieses Ortes wahrscheinlich zuvor noch nie gehört hatten. Theaterfreunde haben es ihm zu verdanken, dass sie in der Region jedes Jahr in den Genuss von Aufführungen des berühmten Londoner Globe Theatres gekommen sind und Shakespeares Meisterwerke sozusagen vor der Haustür genießen konnten. Aber auch Gewagtes, wie etwa Aufführungen des New Yorker La Mamma-Theaters, brachte Bordin auf den historischen Boden Carnuntums.

Damit einher ging freilich auch eine mediale Aufmerksamkeit, die mit regionalen Kulturevents ansonsten kaum zu erzielen gewesen wäre. Bordin war ein kreativer Geist und ein großer Vernetzer.

Sein Tod reißt eine Lücke in die Kulturlandschaft des Bezirks, die nicht zu schließen sein wird. Die Ära des Welttheaters in der Region ist nun wohl Geschichte.