Personaldecke ist viel zu dünn. Über die Krise der SPÖ in Wolfsthal – und andernorts.

Von Susanne Müller. Erstellt am 23. Oktober 2019 (06:00)

In Wolfsthal ist die SPÖ, die mit fünf Mandaten im Gemeinderat sitzt, derzeit nur einen Schritt davon entfernt, dass sie erst gar nicht bei der Gemeinderatswahl antritt. Es wäre nicht die erste Gemeinde im Bezirk, in der es so weit kommt. In Höflein war die Situation 2015 ganz ähnlich. Dort sind die vergangenen fünf Jahre ungenutzt verstrichen. Die SPÖ war und ist im Ort de facto nicht existent. Und wie es derzeit aussieht, wird es auch für die kommende Wahl keine Kandidaten der SPÖ geben.

Wenn man vom Wähler mit fünf Mandaten ausgestattet wurde, darf es nicht passieren, dass man diese Wähler für alle Zukunft vergrault, indem man gleich gar nicht mehr antritt. Da muss dringend schon viel früher an der Personaldecke gearbeitet werden, um auch junge Leute mit frischer Energie ins Boot zu holen. Dass dies vor allem bei der SPÖ vielerorts nicht geschieht, ist symptomatisch für den Zustand der Partei von der Bundesebene bis in die kleinsten Gemeinden im Bezirk.

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