Schwerer Verlust auf vielen Ebenen. Über die Insolvenz der Algenzuchtanlage Eparella in Bruck.

Von Susanne Müller. Erstellt am 13. Mai 2020 (03:24)

Es war eine kleine Sensation, als vor zwei Jahren die erste industrielle Algenzuchtanlage in Bruck eröffnet wurde. Seither war die Ecoduna mit ihrer Tochter-Gesellschaft Eparella, die die Anlage betreibt, in zahlreichen Medien und in der Fachwelt prominent vertreten. Das neuartige Verfahren, Mikro-Algen in hoher Qualität und Reinheit zu züchten, stieß offenbar auf großes Interesse.

Umso mehr schockte nun die Nachricht, dass die Eparella ein Konkursverfahren beantragt hat. Wie es mit der Anlage und der Ecoduna weitergeht, steht noch nicht fest.

Wenn nun tatsächlich der Betrieb eingestellt werden muss, ist das auf vielen Ebenen eine bittere Pille: Für die zahlreichen Investoren, die allesamt an dieses Projekt geglaubt haben, geht es freilich ums Geld. Die 22 Mitarbeiter müssen um ihren Job zittern. Für die Stadt Bruck wäre das Ende des prestigeträchtigen Unternehmens ein schwerer Verlust.

Am schlimmsten wäre es aber für die Idee an sich. Denn, dass Algen ein zukunftsträchtiger Rohstoff in vielen Branchen sind, daran hat sich nichts geändert.