Erstellt am 20. Februar 2019, 03:46

von Susanne Müller

Schwerer Verlust für die Region. Susanne Müller über das Aus für die Carnuntum Draisine.

Man hatte es damals kaum glauben können, dass es gelingen würde, die Carnuntum Draisine zum Fahren zu bringen. Mit viel Geduld und Idealismus schaffte Ralf Roggenbauer es aber, seine Idee rechtzeitig zur Landesausstellung 2011 zu verwirklichen.

Die Draisine wurde rasch zu einer beliebten Attraktion in der Region. Nicht nur Touristen, sondern auch die einheimische Bevölkerung schwang sich auf die Radsattel und strampelte auf den Schienen zwischen Bruck und Petronell-Carnuntum.

In den vergangenen acht Jahren kümmerte sich Roggenbauer neben der Gäste-Betreuung allein um die Pflege der Anlage. Fünfmal jährlich etwa musste die Strecke gemäht werden. Eine Arbeit, die jeweils mehrere Tage in Anspruch nahm. Und das alles neben seinem Hauptberuf beim Energiepark.

Dass er nun, da die alte Bahnstrecke schwer sanierungsbedürftig ist, einen Schlussstrich zieht, ist also mehr als verständlich. Für die Region ist das Aus für die Draisine dennoch ein schwerer Verlust.