Schwerer Verlust für die Stadt. Susanne Müller über Richard Hemmers Rückzug aus der Brucker Stadtpolitik.

Von Susanne Müller. Erstellt am 08. August 2018 (02:54)

In Bruck geht eine Ära zu Ende. Richard Hemmer zieht sich Ende des Monats aus der Stadtpolitik zurück. Der Schritt war tatsächlich lange und gut vorbereitet. Mit Gerhard Weil tritt ein erfahrener Kommunalpolitiker, der die Arbeit keineswegs scheut und mit jedermann ein gutes Einvernehmen finden kann, seine Nachfolge an.

Für Bruck ist Hemmers Rückzug dennoch ein schmerzlicher Verlust. So sehr, wie er auch selbst sagt, seine Zielstrebigkeit so manchen Kollateralschaden auf persönlicher Ebene ausgelöst hat, so sehr hat Hemmer für Bruck in den letzten Jahren das Beste herausgeholt. Mit gezieltem Blick hat er sich um die Bereiche angenommen, in denen Handlungsbedarf bestand, und für die Stadt entscheidende Großprojekte auf den Weg gebracht – auch jene, die zuvor lange darauf gewartet haben, wie das Rathaus und die Burg. Er hat aber auch mit dem Blick des Visionärs Dinge angepackt, um die sich andere in den vergangenen Jahrzehnten nicht einmal kümmern wollten, wie den Ankauf der Synagoge.

Ein derartiger Motor für die Entwicklung der Stadt ist schwer zu ersetzen.