Ein Projekt stößt auf taube Ohren. Über den SC Moosbrunn.

Von Raimund Novak. Erstellt am 01. Mai 2019 (02:00)

Moosbrunn ist wieder einmal auf Trainersuche. Die Kritik des scheidenden Betreuers, diesmal war es Gerald Peschek, lautet: „Der Obmann mischt sich in die Kaderaufstellung ein.“ Eine Aussage, die in der Vergangenheit schon öfters gefallen ist, auch bei Ex-Spielern. Trainer anderer Klubs haben in den letzten Jahren immer wieder auf das schlechte Umfeld in Moosbrunn aufmerksam gemacht. Jene, die bei den Rot-Weißen unter Vertrag standen, sahen es ähnlich. Peschek wurde angeblich vor einem Wechsel zum SCM gewarnt. Das wirft kein gutes Licht auf den Verein.

Umso schwieriger ist es, den Worten von Obmann Gerd Bruckner Glauben zu schenken, er hätte einfach stets Pech bei der Auswahl der Coaches. Außerdem würden diese sein Projekt nicht verstehen, das er versucht, umzusetzen. Dieses Projekt sieht vor, dass der komplette Kader in der Meisterschaft zum Zug kommen soll. Prinzipiell ein guter Ansatz, dennoch sollte die endgültige Entscheidung über Spielereinsätze dem Trainer überlassen sein. Außerdem sollte sich der Einfluss auf Trainerentscheidungen in Grenzen halten. Beim SCM ist dies offenbar nicht möglich, denn einer nach dem anderen haut genervt den Hut drauf. Der nächste Kandidat ist nicht zu beneiden.