Understatement als Waffe

über den SC Mannswörth.

Christopher Schneeweiß
Christopher Schneeweiß Erstellt am 25. August 2021 | 02:58

Das „gallische Raffineriedorf“ Mannswörth hat einmal mehr für Furore gesorgt. Ein 1:0 zum Auftakt gegen Schwechat: Das ist eine großartige Leistung.

Im Vorfeld stilisierten sich die Mannswörther als krasser Underdog gegen den großen Bruder SV Schwechat. Das mag bei der Mannschaft den gewünschten Boost ausgelöst haben, der die nötigen Derbykräfte aktiviert und den Ausfall von Ione Cabrera kompensiert hat. Für mich wirkte diese Inszenierung dann doch übertrieben.

Die Situation erinnert aber an Kernals Wirken beim ASC Götzendorf. Der Dorfklub avancierte einst zur Landesliga-Macht. Freilich mit großer Qualität in der Mannschaft, aber die haben die Mannswörther ebenso – vielleicht nicht in der gleichen Intensität. Aber das Underdog-Thema als Dauerbrenner präsentieren zu wollen, wird der Realität nicht gerecht werden.

Mannswörth muss jetzt auf der Welle der Begeisterung, die durch das 1:0 gegen den Stadtrivalen ausgelöst wurde, weitersurfen. Wienerberg steht nach dem 0:2 gegen Mauer schon leicht unter Druck. Das könnte die Kernal-Elf mit gleicher Taktik wie gegen Schwechat ausnützen.