System kommt zu gut an. Susanne Müller über das Dilemma der Park&Ride-Anlage Gramatneusiedl.

Von Susanne Müller. Erstellt am 07. März 2018 (03:17)

Die Park&Ride-Anlage in Gramatneusiedl ist in den frühen Morgenstunden ein heiß umkämpftes Terrain. Die Parkplatzsuche ist mühsam, die Forderung nach einer Lösung schon seit Langem immer wieder Thema. Von den ÖBB kommt dazu nun ein neuer Plan: Ein Parkhaus, das die Gemeinden mitfinanzieren sollen. Doch da scheint der Zug abgefahren. Die ohnehin viel belasteten Gemeinden blocken ab.

Nun kann man grundsätzlich darüber diskutieren, wie sehr die Park&Ride-Philosophie den Umstieg auf den öffentlichen Verkehr fördert. Schließlich fahren viele Pendler tatsächlich den Großteil der Wegstrecke mit dem Auto und steigen erst kurz vor der Wiener Stadtgrenze in den Zug ein. Das System ist aber offensichtlich beliebt. Und es müssten eine Reihe von strukturellen Problemen behoben werden, um zumindest einen Teil der Zugfahrer dazu zu bewegen, etwa mit dem Bus zum Gramatneusiedler Bahnhof zu fahren. Wahrscheinlicher ist, dass letztendlich doch noch mehr Parkplätze gebaut werden, auch wenn sich die Gemeinden nicht an den Kosten beteiligen.