Zäsur für Arbeit am Image nutzen. Über das Aussetzen des Brucker Kulturpreises.

Von Susanne Müller. Erstellt am 10. April 2019 (03:21)

Die Zeiten als die Verleihung des Brucker Kulturpreises noch das ganze Stadttheater füllte, sind längst Geschichte. Damals war der Preis freilich auch noch mit einem Preisgeld versehen, das zu ergattern sich die meisten Kulturschaffenden bemühten. Sinkende Zinsen ließen das Preisgeld aus dem Kulturpreisfonds zuletzt aber in den Keller purzeln. Mittlerweile ist es um den ehemals prestigeträchtigen Preis also traurig bestellt. Wurde zuletzt die Einreichfrist immer wieder verlängert, um doch noch Bewerber zum Mitmachen motivieren, so blieb es dieses Mal bei einer einzigen Einreichung.

Swen Tesarek hat als Kulturstadtrat (SP) nun getan, was längst überfällig war: Er hat die Notbremse gezogen und will den Preis zumindest vorerst aussetzen. Ein dreijähriges Auszahlungsintervall soll die Preisgelder erhöhen und so wieder mehr Interesse schaffen. Vielleicht gelingt es in dieser Pause auch, an einer Image-Politur für den Kulturpreis zu arbeiten. Einen Versuch ist es wert.