Zeit für eine ganz neue Lösung. Über das langsame Sterben des Brucker Kulturpreises.

Von Susanne Müller. Erstellt am 11. Dezember 2019 (05:23)

Vor 20 Jahren war die Verleihung des Kulturpreises eine große Sache in Bruck. Im vollen Stadttheater wurde mit Spannung erwartet, an wen die begehrte Trophäe samt beträchtlichem Geldbetrag ging.

Im Laufe der Jahre schwand das Interesse zusehends, vor allem bei den Kulturschaffenden. Eine wesentliche Ursache ist freilich, dass die Ausschüttung des Kulturpreis-Fonds der Sparkasse von Jahr zu Jahr sank – und damit auch die Preisgelder. Doch auch der Imagewert des Kulturpreises schrumpfte zusehends. Daran änderten auch mehrfache Änderungen der Vergabe-Richtlinien nichts.

Manchmal muss man den Tatsachen einfach ins Auge sehen: Wenn kein Interesse der Brucker Kulturschaffenden an einem Kulturpreis besteht und auch kaum mehr Geld vorhanden ist, um überhaupt einen zu vergeben, dann ist dieser Zeitpunkt gekommen. Stadt und Sparkasse sollten also die Köpfe zusammenstecken und sich eine grundsätzlich neue Verwendung der Fondsgelder überlegen.

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