„Dogwatcher“ bald in Bruck unterwegs. Freiwillige sollen darüber wachen, ob Tierhalter die Hundstrümmerl ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß entsorgen.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 12. Juli 2017 (02:17)
Gerald Burggraf
Im Harrachpark gilt nicht nur Leinenpflicht, auch der Hundekot muss wie im übrigen Stadtgebiet vom Tierhalter entfernt werden.

Geboren wurde die Idee, in Bruck Aufsichtsorgane in Bezug auf das Hundehaltegesetz einzusetzen, von Beppo Harrach. Er reagierte damit auf Beschwerden, dass Hundehalter vermehrt die Exkremente ihrer Vierbeiner im Harrachpark einfach liegen lassen würden.

Doch neben der Leinenpflicht sind Tierbesitzer laut Paragraf 8 des Hundehaltegesetzes verpflichtet, den Kot ihrer Lieblinge auf öffentlichem Raum zu entsorgen. Verstöße können mit einer Verwaltungsstrafe bis zu 90 Euro sanktioniert werden. Im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen die Mandatare einstimmig, Bürgermeister Richard Hemmer (SP) zu ermächtigen, Aufsichtsorgane („Dogwatcher“) einzusetzen.

Mittlerweile haben sich 13 Freiwillige für diese Funktion gefunden. Sie sollen noch im Laufe des Sommers offiziell eingesetzt werden. „Die Personen bekommen dann auch einen Ausweis, der es ihnen erlaubt, Amtshandlungen nach Paragraf 8 durchzuführen“, erläutert Stadtchef Hemmer. Im Fall von Verstößen können die Kontrollorgane Geldstrafen in Höhe von 50 Euro einheben. Die Amtsgewalt der Freiwilligen gilt im gesamten öffentlichen Raum sowie im Harrachpark.

Allerdings stellt der Bürgermeister auch klar, dass die „Dogwatcher“ lediglich bei nicht entsorgten Hundstrümmerl rechtlich eine Handhabe haben. Wird die Leinenpflicht ignoriert, können sie zwar auf den Tierhalter einwirken, Strafen dürfen sie in diesen Fällen aber nicht aussprechen.

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