560 Personen gegen Corona geimpft

Die Gemeinde Hainburg hat in Eigenregie eine Impfstraße organisiert. Eine Neuauflage des Angebots wäre durchaus vorstellbar.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:55

Im Ringen mit der Pandemie lässt die Mittelalterstadt nicht locker. Nachdem in der Kulturfabrik von Ende April bis Mitte August ein Landesimpfzentrum eingerichtet worden war, hat die Gemeinde nun von 24. bis 29. Oktober wieder eine „Pop-Up“-Impfstraße organisiert. Jeden Freitag von 14 bis 18 Uhr konnte sich jeder ohne Anmeldung gegen Corona impfen lassen.

„Das Personal wurde von der Gemeinde in bewährter Zusammenarbeit mit Elisabeth Staffenberger und ihrem Team zur Verfügung gestellt“, berichtet Impfkoordinator Peter Karches von der Stadtgemeinde.  Die zahlreichen freiwilligen Helfer, die zum Teil bereits im NÖ Landesimpfzentrum oder auch schon bei der permanenten Teststraße von Februar bis August im Einsatz gewesen waren, hätten laut Karches für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. 

Die wechselnden Richtlinien des Nationalen Impfgremiums beschäftigten den Koordinator und das anwesende Ärzte-Team von Woche zu Woche. „Es gab schon den ein oder anderen Spezialfall während der sechs Wochen, aber die Zusammenarbeit im Team hat wie gesagt einwandfrei funktioniert, es gab gutes Feedback,“ betont Karches. 

Insgesamt konnten rund 560 Personen geimpft werden, davon 210 Erst-, 235 Zweit- und 115 Drittstiche. „Interessant ist die Analyse des Einzuggebiets“, erkläutert Karches. Rund die Hälfte der Impfungen sei an Hainburger und Bewohner der Nachbargemeinden verabreicht worden. Andere Gemeinden des Brucker Bezirks hätten noch etwa 20 Prozent ausgemacht, rund 30 Prozent der Impfwilligen seien aus Ortschaften im Bezirk Gänserndorf gekommen.

Unklar, ob Land hier wieder Impfzentrum einrichtet

Wie es weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. „Ob eine weitere Impfstraße seitens der Gemeinde organisiert werden kann, wissen wir noch nicht, wir warten auf die Freigabe und die weiteren Schritte seitens des Landes“, führt Bürgermeister Helmut Schmid (ÖVP) aus. Das Organisationsteam der Gemeinde und die freiwilligen Helfer wären jedenfalls bereit, bis zum Jahresende eine weitere „Pop-up“-Impfstraße anzubieten.

Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Hainburg wieder Standort eines Landesimpfzentrums wird. Um auf den Ansturm für die dritte Impfung vorbereitet zu sein, wird es nämlich wieder acht dieser Zentren geben. Die Kulturfabrik war im April eigens als Impfzentrum adaptiert worden. Insgesamt waren mit 7.280 Dosen des Impfstoffs Biontech/Pfizer 50.960 Personen immunisiert worden.

Die Entscheidung über die Standorte der Impfzentren wurde für Dienstag (nach Redaktionsschluss) angekündigt. Vorab wollte man sich bei Notruf NÖ nicht festlegen, ob Hainburg dafür infrage kommt. Ein Impfzentrum im Bereich Bruck wäre aber möglich, sagt Stefan Spielbichler von Notruf NÖ noch am Montag.