Kurort kümmert sich um seine "grüne Lunge". Der Baumbestand der Marktgemeinde Bad Deutsch-Altenburg wird kontrolliert und gepflegt. Die Kosten für die Erstellung des Baumkatasters betragen rund 30.000 Euro.

Von Josef Rittler. Erstellt am 18. Januar 2021 (13:03)
Rudolf Robitza, Umweltgemeinderat Hermann Terscinar, Bürgermeister Hans Wallowitsch und Expertin Marion Kogler bei der Besprechung des Baumkatasters im Gemeindeamt.
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„Wie der Mensch regelmäßig zum Friseur geht, müssen auch Bäume gepflegt werden“, erklärt Bürgermeister Hans Wallowitsch (SP). Im Jahr 2012 hatte die Marktgemeinde daher die Bundesforste mit der Erstellung eines Baumkatasters beauftragt, der seit 2015 von Experten des Maschinenringes fortgeführt wird. Expertin Marion Kogler präsentierte dem Bürgermeister, Umweltgemeinderat Hermann Terscinar (Liste „Wir Altenburger“), und Rudolf Robitza die Ergebnisse ihrer Erhebungen im vergangenen Jahr. 

"Der Baumbestand von Bad Deutsch-Altenburg weist sehr gute Vitalitätsstufen auf und machte insgesamt einen guten Eindruck", heißt es im Bericht. Im Ortsgebiet sind 1.229 einzelne Bäume erfasst, rund 48.000 Quadratmeter sind geschlossen mit Bäumen bewachsen (sogenannte "bestockte Flächen"). Es finden sich insgesamt 49 verschiedene Arten, die häufigsten sind die Rosskastanie, die Schwarzföhre und die Winterlinde. Bei der Kontrolle werden die Bäume auf ihren Gesundheitszustand untersucht. "Dürre Äste und anderes Totholz werden entfernt, bei Bedarf wird gedüngt, manchmal ist ein Fällen des Baumes nicht zu vermeiden", erklärt Wallowitsch.  Auf den ersten Blick sei ein kranker Baum nicht gleich erkennbar. "Viele wundern sich, wenn augenscheinlich gesunde Bäume gefällt werden, es ist aber eine Frage der Verkehrssicherheit, damit Unfällen vorgebeugt wird", erklärt der Bürgermeister. Die Gemeinde sei zwar für den Fall versichert, dass herabfallende Äste oder umstürzende Bäume Schaden verursachten. "Können wir die ordnungsgemäße Pflege aber nicht belegen, zahlt die Versicherung nicht", sagt Wallowitsch. 

Der Kataster dient auch zum „Management“ des Bestandes. „Es wird ein Überblick gegeben, wo neue Bäume gesetzt werden sollten“, erklärt der Bürgermeister. Im Herbst 2020 seien 42 Bäume gepflanzt worden, heuer sollen wieder 42 gesetzt werden. Dafür sind im Budget 25.000 Euro vorgesehen.