Brucker Mahnwache für Flüchtlinge wurde abgesagt. Grund dafür ist, dass die notwendigen Verkehrszeichen nicht vorhanden sind.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 19. März 2021 (16:29)
Mahnwache und Protestcamp, die am Samstag am Hauptplatz vor dem Rathaus geplant waren, mussten abgesagt werden.
Susanne Müller

Eine Mahnwache für die menschenwürdige Behandlung von Flüchtlingen auf Lesbos und an den Außengrenzen von Europa war für Samstag am Brucker Hauptplatz geplant. Diese wurde nun kurzfristig abgesagt, das gab der Verein "Unser Bruck hilft" am Freitagnachmittag auf Facebook bekannt. Auch das Protestcamp findet nicht statt. 

Mahnwache und Protestcamp, die am Samstag am Hauptplatz vor dem Rathaus geplant waren, mussten abgesagt werden.
Susanne Müller

Zwar wurde die Protestaktion von den Behörden bewilligt, Grund für die Absage ist, dass die notwendigen Verkehrszeichen nicht vorhanden sind. "Die Stadtgemeinde Bruck an der Leitha teilt mit, dass zu gegenständlicher Bewilligung oder/und Verordnung aus Haftungsgründen keine Verkehrszeichen kundgemacht bzw. auf Grund der Verfügbarkeit nicht verliehen werden", zitiert der Verein ein Schreiben der Stadtgemeinde. 

Die Gemeinde weist indes die Schuld von sich. Claus Wimmer, der Zuständige für Verkehrangelegenheiten, merkt an, dass zur Durchführung der Aktion zwar Verkehrszeichen vorgeschrieben wurden, es aber nicht Aufgabe der Gemeinde ist, diese aufzustellen. "Die Gemeinde hat dem Ansuchen voll und ganz entsprochen", sagt er. Zudem weist Wimmer darauf hin, dass die Versammlung "erst im Laufe dieser Woche der Gemeinde zugetragen wurde". 

"Unser Bruck hilft" bedauert, dass die Mahnwache abgesagt werden musste und will diese nachholen.