Brucker VP will Security für die Innenstadt. SP-Vize Brunnthaler will mit Lokal-Betreibern reden.

Von Susanne Müller. Erstellt am 09. Oktober 2019 (10:41)
Müller
VP-Sprecher Ronald Altmann räumtGlasteile in der Schmerlinggase weg.

Seit Samstag gilt die Schutzzone am Hauptplatz nicht mehr, da die sechsmonatige Verordnung der Bezirkshauptmannschaft abgelaufen ist. VP-Sicherheitsstadtrat Ronald Altmann spricht sich allerdings für eine neuerliche Verordnung aus und will dies demnächst in seinem Ausschuss behandeln. Das Hauptargument dafür sei, dass man dadurch eine Rückkehr der „vertriebenen Problemgruppen verhindern“ könne.

Die Schutzzone sei ein „billiges, aber probates Mittel zur Prävention“, ist Altmann überzeugt. Aus seiner Sicht dürfe man aber nicht außer Acht lassen, dass die Situation in der Innenstadt deutlich „komplexer“ sei. Lärmbelästigung, Vandalismus und Verschmutzung seien auch in der restlichen Innenstadt an der Tagesordnung.

„Immer wieder kommt es zu Diebstählen und Einbrüchen, an unter 16-Jährige wird Alkohol ausgeschenkt, Lärmbelästigung und sogar sexuelle Belästigung sind aktenkundig. Vandalismus zeigt sich an zerbrochenen Glasflaschen und Bechern im Bereich der Fuzo und der Schmerlinggasse“, erzählt Altmann. Zuletzt habe sich eine regelrechte Spur der Verwüstung durch den Kammerhof gezogen, mehrere Autos seien beschädigt worden.

Anrainer klagen auch über Lärm und Müll

Auch die Anrainer und Geschäftsleute der Fuzo können ein Lied davon singen. „Es ist jedes Wochenende furchtbar. Ich räume immer zuerst die Zigarettenstummel und Glassplitter weg, bevor ich die Apotheke aufsperre“, erzählt etwa Apotheken-Chefin Alexandra Frey.

Altmann
Im Kammerhof wurden Autospiegel abgerissen

Für Altmann liegt die Schlussfolgerung auf der Hand: „Wir brauchen einen Ordnungsdienst.“ Er wolle das Gespräch mit der Polizei suchen, aber auch in der nächsten Ausschuss-Sitzung die Installierung einer Sicherheitswache anregen, die „zumindest am Wochenende die Arbeit der Polizei unterstützen kann“, so Altmann.

Bei der SPÖ reagiert man auf den Vorstoß zurückhaltend. „Ich denke, es macht eher Sinn, zuerst mit den Lokal-Betreibern das Gespräch zu suchen, damit sie vielleicht mehr darauf achten, dass ihre Gäste nicht mit Gläsern und Flaschen auf die Gasse gehen“, meint SP-Vizebürgermeister Roman Brunnthaler auf NÖN-Anfrage. Wenn das nichts bringe, könne man sich noch immer überlegen, zu anderen Maßnahmen zu greifen. Die Gemeinde-Arbeiter würden außerdem sehr viel dafür tun, dass der Müll so rasch wie möglich von den Straßen entfernt werde. Brunnthaler vermutet, dass es sich bei den Glassplittern und sonstigem Unrat um eine „Phase von ein paar Wochen handle“, das werde sich vielleicht auch wieder bessern. „Ich sehe da nicht gleich dringenden Bedarf, eine Security zu engagieren“, so Brunnthaler.

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