Erweiterung des Baxa-Steinbruchs vom Tisch

Die Gemeinderäte haben sich an das Ergebnis der Bürgerumfrage gehalten. Die Firma „Gebrüder Haider“ kann die Abbaufläche für Dolomit somit nicht vergrößern.

Erstellt am 26. Dezember 2020 | 06:01
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Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung einstimmig gegen die Erweiterung des Baxa-Steinbruchs um rund 1,4 Hektar entschieden.
Foto: Nicole Frisch

65,1 Prozent haben sich in einer Bürgerumfrage gegen die geplante Erweiterung des Baxa-Steinbruchs entschieden. 56,5 Prozent machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch (die NÖN berichtete). Nun wurde diese Erweiterung auch offiziell abgelehnt.

„Wie versprochen habe ich dem Gemeinderat empfohlen, nach der durchgeführten Baxa-Bürger- und Bürgerinnenumfrage gegen eine Erweiterung abzustimmen und somit das klare Umfrageergebnis zu respektieren“, betont SP-Bürgermeister Gerhard David.

„Wie versprochen habe ich dem Gemeinderat empfohlen, gegen eine Erweiterung abzustimmen.“ Gerhard David, SP-Bürgermeister

Dieser Empfehlung sind die Gemeinderäte aller Parteien nun auch nachgekommen, das Erweiterungsprojekt der Firma „Gebrüder Haider“ wurde einstimmig abgelehnt.

Johann Kopf, Obmann der Liste Mannersdorf (LIM) zeigt sich erfreut über diese Ablehnung. „Ich bin froh, dass sich alle an das Votum der Bürger gehalten haben“, sagt er. Die LIM sprach sich gleich zu Beginn gegen die Erweiterung des Steinbruchs aus. Unter anderem wurden Bedenken zu Umweltschutz und steigendem Lkw-Verkehr geäußert.

SPÖ und ÖVP begrüßten die geplante Erweiterung hingegen. Das Angebot der „Gebrüder Haider“ für den zusätzlichen Abbau lag bei rund 1,3 Millionen Euro. Für das Gemeindebudget wären diese zusätzlichen Einnahmen eine Erleichterung gewesen, argumentierten die Koalitionspartner.

Die „Gebrüder Haider“ wollten die Abbaufläche um rund 1,4 Hektar erweitern. Die Erweiterungsfläche wäre zwischen dem „Apachental“ und dem „Schießbruch“ gelegen. Das „Apachental“ wäre unberührt geblieben.