„Geschäftsführer“ bewies kein gutes Händchen

Erstellt am 10. April 2022 | 05:47
Lesezeit: 2 Min
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Das Verfahren beim Landesgericht Korneuburg wurde vertagt.
Foto: NÖN
Einem 34-Jährigen wurde betrügerische Krida und schwerer Betrug innerhalb einer Firma in Mannersdorf vorgeworfen.
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Wenn nicht gehörige kriminelle Energie in dem 34-jährigen Rumänen steckt, dann hat er zumindest ein wirklich schlechtes Händchen bei seinen Arbeitgebern. Angeklagt war er am Landesgeric„faktischer Geschäftsführer“ht Korneuburg wegen betrügerischer Krida und schwerem Betrug. Konkret ging es um zwei Firmen, bei denen der Mann als agiert haben soll. Das heißt, er sei verantwortlich für nicht bezahlte Sozialversicherungsbeiträge und für Bar-Entnahmen in nicht unerheblicher Höhe.

Zusätzlich verdächtig waren Zahlungen an den Angeklagten von bis zu 41.000 Euro pro Monat. Die erklärte er mit seiner Unterstützung des Chefs, der sich mit Deutsch schwer tue. Deswegen habe er von dieser Summe Lohngelder gezahlt, Autos und Werkzeug besorgt. Belege blieb er jedoch schuldig. Auch Geldflüsse nach Rumänien und Deutschland blieben rätselhaft. Kurz vor der Insolvenz zumindest einer der Firmen wurden 316.000 Euro aus dem Firmenvermögen entnommen.

Der Konkurs einer der Firmen, die im Gerüstbau von Juni 2020 bis März letzten Jahres tätig war, wurde wegen des Unternehmenssitzes in Mannersdorf angemeldet. Wofür die Frau des Angeklagten ein Gehalt von bis zu 15.000 Euro pro Monat erhielt, war auch nicht abschließend zu erklären – ihr eigentliches Betätigungsfeld umfasste Putztätigkeiten.

Eine wichtige Zeugin, die Steuerberaterin der Firmen, die erstaunlicherweise immer kurz vor den Verhandlungsterminen erkrankt – und auch schon als Beschuldigte in diesem Fall geführt wurde, fehlte auch bei diesem Termine, weshalb Richterin Lydia Rada vertagte.

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