Jugendarbeit wird selbst organisiert. Seit Jänner hat die Gemeinde Mannersdorf mit Sandra Murr eine eigene Jugendbetreuerin. Sie will mit der Jugend-Projekte umsetzen.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 25. März 2021 (03:34)
Mit Streetworkerin Sandra Murr hat Bürgermeister Gerhard David eine Leiterin für das Jugendzentrum gefunden.
Nicole Frisch, Nicole Frisch

Die Coronakrise trifft die Jugendlichen besonders hart. Freunde können nur eingeschränkt getroffen werden, Feste wurden abgesagt und selbst die Schule wechselt zwischen Präsenzunterricht und Distance Learning. Jugendbetreuerin Sandra Murr versucht, trotz Coronavirus den Jugendlichen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten. 

Im Jänner hat Murr die Leitung des Jugendzentrums übernommen. Zwischen zehn und 22 Jugendlichen schauen regelmäßig vorbei. „Mannersdorf ist die einzige Gemeinde, die die Jugendgruppe erhalten konnte“, zeigt sich Murr stolz. Bei Minusgraden, Sturm oder auch Schneefall haben sich die Jugendlichen im Freien vor dem Jugendzentrum getroffen. 

„Die Gemeinde wollte eine Streetworkerin. Die Neue Mittelschule hat auch Druck gemacht“, erklärt Bürgermeister Gerhard David (SPÖ) den Grund dafür, dass Murr als Jugendbetreuerin eingestellt wurde. Im Jugendzentrum kennt man Murr bereits. Bevor sie bei der Gemeinde angefangen hat, war sie bereits als Jugendbetreuerin beim Römerland Carnuntum für Mannersdorf zuständig.

Erste Projekte wurden bereits umgesetzt

Dass sie nun direkt für die Gemeinde arbeitet, hat einige Veränderungen mit sich gebracht. Das Jugendzentrum hat viermal pro Woche geöffnet – von Montag bis Donnerstag, zwischen 15 und 18 Uhr. Zudem hat Murr Wochenendbereitschaft. „Das bedeutet, dass ich sieben Tage die Woche erreichbar bin“, lässt sie wissen. Neu ist auch die soziale Erstberatung in der Neuen Mittelschule, die einmal pro Woche stattfindet. 

Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben will man den Jugendlichen unterschiedliche Aktivitäten bieten. „Für die Jugend ist das jetzt eine ganze schwere Zeit. Für sie gibt es so gut wie nichts“, betont David. Zwei Buswartehütten haben bereits einen neuen Anstrich von den Jugendlichen erhalten. Beim Jugendzentrum gibt es einen Briefkasten für Ideen und Sorgen. Im Frühjahr soll vor dem Jugendzentrum ein Wetterschutz entstehen. „Wir haben eine super Kooperation mit dem Bauhof“, sagt Murr. 

Auch wenn Murr nun das Jugendzentrum alleine leitet und eigene Projekte umsetzt, so will man auf regionaler Ebene weiterhin mit dem Römerland zusammenarbeiten, so David.