Rohrbruch demoliert elf Wohnungen. Mannersdorfer Gemeindewohnungen wurden durch einen Wasserrohrbruch beschädigt. Elf Parteien sind betroffen. 

Von Nicole Frisch. Erstellt am 03. Februar 2021 (05:55)
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Erheblichen Schaden hat ein Wasserrohrbruch in Gemeindewohnungen in der Hintausstraße angerichtet. Die Wasserleitungen stammen noch „aus dem Jahre Schnee“, so SP-Sozialstadtrat Manfred Fiala. Der unkontrollierte Wasseraustritt letzte Woche sei daher auf das Alter der Rohre zurückzuführen. Drei Wohnhausanlagen sind betroffen. 

„Wir mussten Wasser und Kanal neu einleiten und den Hauptstrang erneuern“, lässt Fiala wissen. Die Bewohner der betroffenen Wohnungen verfügen nun zwar wieder über fließendes Wasser.

Das größere Problem ist jedoch die Beschädigung der Zimmerdecken. Bei diesen handelt es sich um sogenannte Dübeltramdecken aus Holz. Einerseits wurde das Holz durch den Wasseraustritt in Mitleidenschaft gezogen, andererseits mussten aber auch Decken wie auch Wände von einem Installateur aufgestemmt werden, um den Rohrbruch zu beheben. Dies hat zu weiteren Schäden geführt. 

„Es war Gefahr in Verzug“, hält Fiala fest. Es wurden daraufhin in allen Stockwerken Deckensteher montiert, um die betroffenen Gebäude zu stabilisieren. Die notwendige Infrastruktur wurde wiederhergestellt. Vorerst können die Mieter in ihren Wohnungen bleiben. Langfristig muss sich die Gemeinde allerdings überlegen, wie sie das Problem löst.

„Es ist eine liebe Hausgemeinschaft. Wir müssen schauen, wie wir eine richtige Lösung finden“, betont der Sozialstadtrat 

Für insgesamt elf Parteien muss diese Lösung gefunden werden. Die Gebös, die die drei Wohnhausanlagen für die Gemeinde verwaltet, wurde bereits damit beauftragt, sich den Fall anzusehen und einen Statiker zu schicken. 

Laut Fiala werden derzeit drei Möglichkeiten überlegt. Die erste Variante sieht vor, die beschädigten Wohnungen zu sanieren. Die betroffenen Mieter werden für die Dauer der Sanierungsarbeiten vorübergehend umgesiedelt. Möglichkeit zwei würde vorsehen, die betroffenen Menschen auf derzeit leerstehende Gemeindewohnungen aufzuteilen. Diese sind im Moment allerdings nicht bezugsfertig. „Wir haben genug Wohnungen, um alle unterzubringen. Einige müssten wir aber erst herrichten“, erklärt Fiala. Diese Umsiedlung würde sich aber auch auf die Hausgemeinschaft auswirken. Die dritte Option ist wohl die radikalste: Die betroffenen Häuser werden abgerissen und neu errichtet.