Sonderausstellung Geschichte des Werks eröffnet. Die aktuelle Sonderausstellung in der Adler-Galerie zeichnet die 125-jährige Entwicklung des Zementwerks nach.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 09. Juni 2019 (04:23)
Nicole Frisch
In der Edmund Adler-Galerie wurde eine Ausstellung zur Geschichte des Zementwerks eröffnet: Franz Mascherbauer von der Lafarge, Michael Schiebinger sowie Christine und Hans Amelin.

Einen Bogen von 1894 bis zur Gegenwart spannt die aktuelle Sonderausstellung in der Edmund Adler-Galerie. Sie bietet einen Streifzug durch die 125-jährige Geschichte des Mannersdorfer Zementwerks. Fast jede Familie in Mannersdorf und der Umgebung hat einen Bezug zum Zementwerk, so Ausstellungskurator Michael Schiebinger. Dass die Geschichte des Zementwerks mit jener der Gemeinde eng verbunden ist, darauf weist auch VP-Vizebürgermeister Rudolf Ackerl bei der Eröffnung hin.

Die Ausstellung beschreibt auch die Entstehungsgeschichte der Zementindustrie, der Schwerpunkt liegt aber auf der Geschichte des Zementwerks. Dieses wurde 1894 von den Gebrüdern Leube gegründet. Ab 1905 prägte die Firma Perlmooser für mehrere Jahrzehnte die Entwicklung des Werkes. Dies ist heute noch präsent: Viele Mannersdorfer sagen nach wie vor Perlmooser, wenn sie über das Zementwerk sprechen. Seit 1997 ist diese Bezeichnung streng genommen nicht mehr richtig. Damals wurde das Zementwerk nämlich an Lafarge verkauft.

In den vergangenen 125 Jahren hat das Werk Höhen und Tiefen durchlebt. Es wurde laufend erweitert und modernisiert. So wurde beispielsweise 1905 auf einen Drehofen umgestellt. 1914 wurde eine Drahtseilbahn errichtet, die Steinbruch und Zementwerk verbindet. Vor allem die beiden Weltkriege verursachten aber auch Probleme bei der Produktion. Auch Zwangsarbeiter wurden in dieser Zeit im Zementwerk eingesetzt.

Die Ausstellung kann bis 30. Juni immer sonntags zwischen 14 und 17 Uhr besucht werden.