Themenjahr: G’schichtln werden nun online erzählt. Veranstaltungen bis auf weiteres eingestellt. Stattdessen Geschichten auf Facebook.

Von Nicole Frisch. Erstellt am 05. April 2020 (05:34)
Der Tag des offenen Steinbruchs des Mannersdorfer Lafarge-Zementwerks musste abgesagt werden.
Nicole Frisch

Das Themenjahr „Gschichtln und Geschichte“ begann gut. Zahlreiche Besucher kamen zur Eröffnung der Sonderausstellung „Bilder erzählen. Von Mannersdorfer Originalen“ in die Edmund Adler-Galerie. Doch schon kurz nach der Auftakt-Veranstaltung wurden erste Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Coronavirus bekannt.

Die Adler-Galerie ist seither für Besucher geschlossen. Ganz möchte man aber nicht auf die Gschichtln verzichten. Auf Facebook sollen hin und wieder Gschichtln über die Stadtgemeinde erzählt werden. Ein erster Beitrag beschäftigt sich mit dem Türmchen am Mannersdorfer Schloss, das in den 1880er Jahren abgetragen wurde. „Es soll nicht ganz einschlafen, aber wir wollen auch nicht alles vorwegnehmen“, erklärt Kulturstadtrat Johann Kopf von der Liste Mannersdorf (LIM). Zudem möchte man mit diesen Gschichtln auch positive Beiträge in den sozialen Medien teilen. Denn mittlerweile wurden die nächsten geplanten Veranstaltungen im Themenjahr abgesagt. Darunter unter anderem der Tag des offenen Steinbruchs der Lafarge oder die Tour durch den Nachbarort Sommerein. „Das erste Halbjahr dürfte gegessen sein. Das ist traurig, aber es gibt Schlimmeres“, sagt Kopf.

Ob das Themenjahr im Herbst fortgesetzt werden kann, ist derzeit noch ungewiss. Kopf kann sich aber vorstellen, dass jene Veranstaltungen, die nicht stattfinden können, verschoben werden. Immerhin wurde bis jetzt sehr viel Arbeit in Planung und Umsetzung gesteckt. „Entweder wir finden Ersatztermine oder verschieben das Themenjahr ins nächste Jahr“, lässt der Stadtrat wissen. Der diesjährige Schwerpunkt ist von keiner Jahreszahl abhängig. Lediglich die Naturfreunde und die Hochfilzerhütte hätten im Rahmen der Veranstaltungsreihe runde Jubiläen gefeiert. Zunächst gilt es aber, die Entwicklungen abzuwarten, betont Kopf.