Zementfabrik Lafarge: Investition in Werk und Zukunft

Erstellt am 18. September 2022 | 05:31
Lesezeit: 3 Min
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Eröffneten feierlich die Anlage: Bürgermeister Gerhard David, Lafarge Österreich-Chef Berthold Kren und Bezirkshauptmann Peter Suchanek.
Foto: Lafarge
Moderne Rohmühle für das Mahlen von Kalkstein wurden in Mannersdorf offiziell in Betrieb genommen. Neubau kostete 20 Millionen Euro.
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„Damit gehen wir einen riesigen Schritt in Richtung Standortsicherung, Energieeffizienz und Ressourcenschonung“, jubelt Werksleiter Christopher Ehrenberg. Der Chef der Lafarge-Zementfabrik bezieht sich damit auf die Inbetriebnahme der vertikalen Rohmühle, die am Freitag offiziell vorgenommen wurde.

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Der neue Stolz der Lafarge: die vertikale Rohmühle.
Foto: Lafarge

Mit dem 20 Millionen Euro teuren Projekt geht auch eine Optimierung der Prozesse beim Mahlen von Kalkstein sowie die Einsparung von etwa 10 Prozent an Energie einher. Laut Lafarge ermögliche die High-Tech-Anlage die Herstellung CO₂-reduzierter Zemente und damit ein „wichtiger weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer klimaschonenden Kreislaufwirtschaft“.

Man könne „der Bauwirtschaft ein grünes Portfolio CO₂-armer Zemente bei gleichbleibend hoher Produktperformance bieten“, unterstreicht der Werksleiter.

Alternative Rohstoffe als Zukunftsträger

Die Bedeutung der Investition für eine nachhaltige Bauwirtschaft ist Berthold Kren, Vorstandsvorsitzender von Lafarge Österreich, ein besonderes Anliegen: „Dank der vertikalen Rohmühle können wir Baurestmassen nutzen und natürliche Rohstoffe schützen. Abbruchhäuser aus Ziegel oder Beton werden so zur wertvollen Ressource.“ Das Unternehmen lege großen Wert darauf, nicht nur den eigenen CO₂-Fußabdruck zu senken, sondern auch die natürlichen Materialvorkommen weitestgehend zu schützen. So konnte in Österreich durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Anteil der Ersatzbrennstoffe und Recyclingmaterialien bereits auf mehr als 30 Prozent gesteigert werden.

Bereits seit den späten 1980er Jahren wird diese Strategie verfolgt und konsequent fortgesetzt, aus Sekundär- und Abfallstoffen, sowohl Energie als auch neue Baustoffe zu produzieren. Daher hat Lafarge heute beinahe Unabhängigkeit von Gas-, Öl- und Kohleimporten erreicht. 

Tag der offenen Tür zum Konzernjubiläum

Nicht nur die Eröffnung der neuen vertikalen Rohmühle, sondern auch den 150. Geburtstag des Unternehmens nahm das Zementwerk Mannersdorf am selben Wochenende zum Anlass, einen Tag der offenen Tür für Anrainerinnen und Anrainer sowie Partner zu organisieren. Werksleiter Ehrenberg zeigt sich stolz: „Der 1872 im Werk Kirchbichl im Tiroler Perlmoos geborene Pioniergeist findet heute seine konsequente Fortsetzung in der Entwicklung innovativer Zemente.“

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