Nahversorger-Auftakt im Lockdown

In Margarethen ist nach einem Jahr Bauzeit nun der neue Nahversorger der Gemeinde in Betrieb gegangen.

Erstellt am 14. Dezember 2020 | 04:23
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Vertreter der EQ Energie Wolfgang Weber, Steuerberater Franz Wolfbeißer, Vizebürgermeister Werner Herbert, Monika und Sebastian Kowalik mit Tochter, Bürgermeister Markus Plöchl und Architekt Tibor Gaál.
Foto: Glück

„Herzlich willkommen zu dieser außergewöhnlichen Eröffnung – es schmerzt, nicht so eröffnen zu können, wie es sich für ein solches Projekt gehört.“ Mit diesen Worten läutete Bürgermeister Markus Plöchl (ÖVP) die Eröffnung des neuen Nahversorgers in Margarethen ein. Eine Eröffnungsfeier, die sich wohl niemand so vorgestellt hat.

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Nach der Schließung des Greißlers von Margarethen vor sechs Jahren sei klar gewesen, dass man unbedingt wieder einen Nahversorger für den Ort haben wolle. Auch klar sei gewesen, dass man dieses Projekt in Kooperation mit Enzersdorfs Adeg-Betreiber Sebastian Kowalik umsetzen wolle. Vor zwei Jahren habe man dann den Beschluss gefasst, das Projekt in eigene Hände zu nehmen und einen Nahversorger zu bauen. Dafür kaufte die Gemeinde das Areal des ehemaligen Gasthauses Stöckl. Der Wunsch der Bevölkerung nach einem Bankomaten konnte damit ebenfalls erfüllt werden. 

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Auch Mitarbeiterin Viktoria Schermann ist von der neuen Filiale begeistert.
Foto: Katarina Glück

Besonderes Augenmerk wurde auf die Architektur des Gebäudes gelegt. Architekt Tibor Gaál habe auf eine moderne und umweltfreundliche Ausstattung Wert gelegt. Etwa gibt es am Dach Photovoltaikanlagen und elektronische Videoscreens in den Fenstern. Ziel sei gewesen, einen zu Fuß erreichbaren Kommunikationsplatz im Ortszentrum zu schaffen, an dem sich die Leute treffen und verweilen können. „Mir war zuerst gar nicht bewusst, dass das der Hauptplatz ist – jetzt ist er das!“, so Gaál.  Die Gestaltung des Außenbereichs übernahm die Gemeinde. Auch Pächter Kowalik ist stolz: „Wir sind der modernste Nahversorger Österreichs. Ich freue mich sehr und hoffe, dass auch Leute von anderen Gemeinden kommen werden.“